Sohbat Sheikh Hassan
11. März 2025, Osmanische Herberge Kall
Wir haben die Absicht uns zu verbinden mit Maulana Sheikh inshallah und machen eine kleine Sohbat. Wir haben gestern über die Form geredet, kann man noch was sagen dazu inshallah. Heute morgen hat Sheikh Mehmet in seiner Sohbat, gesagt, daß „Allah Yahdi man Yasha“ – Allah ﷻ führt zu Seinem Licht wen Er will. Wann Er will, wie Er will, wen Er will. Und selbst der Prophet sallallahu alayhi wa sallam konnte nicht bestimmen oder sagen… der wollte auch bestimmte Leute, natürlich viele Leute, möglichst alle Leute zum Islam bringen, daß alle zum Islam geführt werden, aber es ist Allah ﷻ vorbehalten, das ist eine Sache, die liegt bei Allah ﷻ.
Allah ﷻ führt, wen Er will. Wenn Er will, dann dürfen wir helfen und die Propheten, die sind Seine Gesandten und die haben die Herzen die offen waren, das war Allahs ﷻ Sache, Allah ﷻ hat die Herzen aufgemacht und das, was Sie gesagt haben und was sie gebracht haben, die Botschaften, sind bei denen angekommen, die offene Herzen hatten – was wiederum bei Allah ﷻ lag, ob Er die Herzen aufgemacht hat oder nicht.
Deswegen, sagt Maulana Sheikh Muhammad heute morgen, sollen wir dankbar sein. Wir sollen uns das klar machen, daß Allah ﷻ uns geführt hat. Prophet ﷺ hat auch gesagt, haben wir auch neulich erwähnt, wen Allah ﷻ liebt, den führt Er zum Islam. Den führt Er wohin? Zum Islam. Islam ist das Beste. Der Prophet ﷺ hat nicht gesagt, wen Er liebt, den führt Er zum Christentum, wen Er liebt, den führt Er zum Judentum, und wen Er besonders liebt, den führt Er zum Buddhismus. Zum Buddhismus, die sagen ‘kein Gott’ – zum Beispiel. Er hat gesagt ‘zum Islam’ und natürlich ist Islam… Islam ist Alles.
Es ist sowohl die spezielle letzte Botschaft mit der ausführlichen Beschreibung des Weges des Menschen. Perfekt, perfekte Beschreibung, perfekter Weg und natürlich – es muss auch so sein – universal natürlich auch. Es ist natürlich auch universal – Islam. Hingabe ist universal. Alles gibt sich hin, alles gibt sich ständig ununterbrochen hin und macht Dhikr, außer der Mensch. Der Mensch hat sein Ego, sein Nafs wo der sagt „nee jetzt mal nicht, jetzt gerade mal nicht, jetzt gehe ich, bin ich gerade mal weg“ – oder ich weiß nicht, was dem Ego halt in seinem Wahn, in seiner Wahnvorstellung ein unabhängiges Ich zu haben, eine unabhängige Existenz, in diesem Wahn, was er alles anstellt.
Und der kriegts gar nicht mit meistens, weil er nicht reflektiert in der richtigen Art und Weise. Du brauchst Führung. Jeder braucht Führung. Du brauchst Führung. Du musst lernen, wie du reflektierst über dich selber, in welchen Spiegel du guckst. Die Brüder sind sich wie Spiegel, die spiegeln sich, mashallah. Und der beste Spiegel und der reinste Spiegel ist der Sheikh, ist der Meister. Er ist ein klarer Spiegel. Alles was du siehst in ihm, das bist du praktisch.
Deswegen muss man sich da drauf verlassen, und wenn man damit nicht übereinstimmt, dann ist was mit einem selber ungereimt oder es stimmt was nicht. Dann hadert man, man hadert damit, man ist nicht einverstanden mit dem, was Allah ﷻ uns geschickt hat und gegeben hatte ständig. Und wir sollen dankbar sein sagt Sheikh Muhammad, daß du… jeder einzelne ist geführt worden, du bist geführt worden vom Islam. Wer hat dich geführt?
Nicht der oder die oder das, oder so nee, nee, das sind alles Zweitgründe. Dem du begegnet bist und der, der dir geholfen hat auf dem Weg, das ist ein Zweitgrund, ein Grund den Allah ﷻ schickt, ein Mittel was Allah ﷻ schickt. Aber Er, Allah subhana wa ta’ala hat dich geführt, mashallah. Er führt dich wohin? Zum Islam. Hättest du das gedacht? – „Nee, das hätte ich nie gedacht.“
Wenn mir einer mit 25 gesagt hätte, wo ich auf der Suche war, so auf der spirituellen Suche sozusagen, da hätte er gesagt, du wirst mal Muslim werden wenn du 29 bist, da hätte ich gesagt, wie alles klar bei dir? Ja, ich gar nicht gewusst, was soll das überhaupt sein, was ist das überhaupt. Das war das Letzte, was uns… ganz, völlig entfernt. Allah ﷻ mashallah Er führt dich.
Er führt dich und seiner Führung, alhamdulillah kannst du nicht entgehen, mashallah. Dein Ego will zwar fliehen und versucht irgendwas anderes noch schnell, aber alhamdulillah, Allah ﷻ führt dich. Führt dich heißt jetzt, ich will nicht sagen zwingen, aber Er ist Jabbar, eine Seiner Eigenschaften. Und Er hat in dies Herz, ins Herz gelegt die Fitra. Die Fitra unseres Herzens ist für Islam ausgelegt. Deswegen sagt man Islam ist „Din ul Fitra“, ist ausgelegt im Herzen, und dann führt er dich dahin, mashallah. Deswegen sollen wir dankbar sein, total dankbar.
Du bist dankbar dafür, verstehst du, das Allah ﷻ dich so direkt zur Erfüllung deines Grunds, deines Daseingrundes auf dieser Welt führt Er dich hin, zum absoluten Sinn, was der absolute Sinn ist. Und der Sinn ist, Allah ﷻ anzubeten, das heißt Ihn zu lieben, zu folgen, zu hören. Und jedes mal wenn du dankst, kriegst du mehr, sagt Sheikh Muhammad. Immer wenn du dankst für irgendwas, zum Beispiel dafür, daß Er dich geführt hat zum Islam, daß Er dich Dhikr machen lässt, dich beten lässt – das ist alles ein Grund zum danken. Du kannst nie sagen, „oh ich bin jetzt schon so auf dem Weg und bin der Muslim und bin dies und das und guck mal.“
Nee,, nee, das zählt alles nicht. Es zählt, daß Allah ﷻ dich geführt hat und daß du danken darfst, du darfst danken. Du sagst subhanallah, mashallah – ich habe die Chance Ihn zu erkennen, ich hab die Chance, Ihm mich zu näheren, ich habe die Chance, das einzusehen. Und das drückt sich aus, alles drückt sich im Leben aus in Formen. Wir sind in Form, wir sind in der Form, solange wir in unserem Körper sind. Es drückt sich aus in Sprache, in Gefühlen, du kannst es ausdrücken.
Und der beste Ausdruck Allah ﷻ anzubeten, die beste Form, Bewegungsform, ist das Gebet, das islamische Gebet, die Rakats. Die zeigt am besten die… es ist fantastisch, wie du stehst ja und dann machst du Ruku, du verneigst dich vor Allah subhana wa ta’ala. In Liebe, in Demut oder was auch immer, was gerade da ist, Traurigkeit auch, Sehnsucht, alles was Allah ﷻ in dem Moment reinlegt in dein Herz. Dann machst du Ruku – was für eine schöne Geste. Gibt es eine bessere Geste, Oh Menschenkind, dich auszudrücken im Sinn deines Lebens? Dann wieder stehen. Allahu akbar! Dann machst du Sajdah, Niederwerfung, alles ist niedergeworfen. Acht Punkte deines Körpers berühren den Boden, die Stirn, die Hände, die Knie und die Füße.
Allahu akbar! Wie schön. Das ist Wahrheit, das ist Haqq – Entschuldigung. Das ist nicht Haqq (Sheikh Hassan imitiert einen meditierenden Yogi). Das ist auch okay, ja okay Spiritualität. Ja okay. Nee darum geht’s nicht, es geht um Liebe. Es geht darum, das anzuerkennen, um Liebe. Du kommst darum nicht rum, du kannst nicht sagen „Ja ich bin schon total spirituell schon, guck mal der sitzt schon, dieser Guru, der sitzt schon 40 Jahre auf dem Himalaya Gebirge da oben, ganz alleine. Der kann alles mögliche machen, der hat schon Kräfte entwickelt.“ – entwickelt er auch, Allah ﷻ gibt ihm.
Aber wenn der Sheikh sagt, „Guru komm mal her“, dann kommt er von seinem Berg runter und zwar in weniger als einer Sekunde. Und wenn er will, der Sheikh, dann bringt er den Himalaya Berg auch noch mit. Das sind andere Sachen. Aber das wollen wir nicht sagen, wir wollen sagen, daß die beste Bewegung, körperliche Form im Gebet, im islamischen Gebet liegt. Das ist wunderbar, wunderbar, du kannst es nicht besser ausdrücken. Und wer hat es gezeigt den Menschen? Wer hat es denn den Menschen gezeigt? Sayyidina Muhammad ﷺ hat’s ja uns gezeigt. Und wer hat es denn Sayyidina Muhammad ﷺ gezeigt? Hat der sich was überlegt, „wie mache ich das jetzt, die letzte Religion und jetzt muss man ja irgendwie…“ Nee, Sayyidina Jibril – alayhi salam – ist gekommen und hat ihm das alles gezeigt, vom Wudu bis zum Gebet. Die Waschung allein, die Reinigung, mashallah, die Reinigung. Und dann das Gebet, hat ihm alles gezeigt, von Allah ﷻ. Allah ﷻ hat uns selber das geschickt. Wer bist du, daß du sagst: „Ich kann die Form nicht annehmen“? Nee, die musst du doch annehmen, das ist das Beste, direkt von Allah ﷻ, von dem Schöpfer, vom einzigen Gott, deinem Schöpfer ist es geschickt worden in Perfektion.
Nimm es an. Wir lassen die, jeder hat seine Berechtigung, ist okay, alle Religionen. Damals hatten die ihre Berechtigungen und auch wenn jetzt jemand folgt, mit gutem Herzen, guter Absicht, weiß ich nicht, entzieht sich meiner Beurteilung, ist gut, sage ich nicht zu niemandem irgendwas. Aber ich muss auch sagen, daß wenn die Leute dann kommen, auch so Freunde von uns, also Bekannte, Freunde und so von uns die auch anderen Wegen folgen und so und alles mögliche, die sagen immer wenn du über Islam sprichst: „Ja aber das gibt’s ja auch im Christentum.“ Oder: „Ja aber das gibt’s ja auch im Hinduismus.“ „Ja aber das ist ja auch Buddhismus.“
Wie, wie? Ja natürlich, ja und? Habe ich gesagt, daß ist nicht im Buddhismus, daß Allah ﷻ nicht im Buddhismus war? Buddha war ein Heiliger, ein Freund Allahs ﷻ, ein Awliya. Und die Hindus ist eigentlich ursprünglich auch ein Ein-Gott-Glaube, die haben dann nur die ausgedrückt, die Namen Allahs ﷻ, in verschiedenen Formen und das ist dann auch ausgeartet.
Alles mögliche ist ausgeartet, die ganzen Religionen haben alle ihren Ursprung verlassen. Deswegen sag doch… warum sagst du denn „ja aber“? Ich sag doch gar nichts. Warum sagst du denn „ja aber, das gibt…“ Ich weiß, daß es da gibt. Willst du dich rechtfertigen, daß du eben nicht dem Islam folgst, nicht der Form folgst und willst sagen „Ja aber das gibt’s da auch“? Na und? Wenn du es da besser findest, dann geh. Geh dein Weg. Jeder geht seinen Weg, jeder geht seinen Weg.
Wir sagen nur… nicht wir sagen, sondern Allah ﷻ sagt, „das ist das Beste, was ich euch gebe. Das ist das Beste, was ich euch gebe.“ Möge Allah ﷻ uns schützen vor Verwirrung, möge Er uns schützen vor Verwirrung und uns auf dem Weg bleiben lassen und daß wir ihm danken, daß es immer mehr wird, inshallah.
Bi-hurmati Habibullah Mashaykhuna bi-hurmati sirri surat al-Fatiha
