Sohbat Sheikh Hassan Dyck
Donnerstag 04. Juni 2026, Osmanische Herberge
(Deutsche Übersetzung)
Der Bruder fragt: „Wie drückt man am besten seine Liebe zu Allah, zum Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, zu seinen Brüdern und Schwestern aus?“
Man kann nicht sagen: „ … auf besondere Weise …“
Wenn man Liebe im Herzen trägt — beginnen wir mit Allah dem Allmächtigen. Wenn man Allah den Allmächtigen liebt, tut man, was Er befiehlt. Wenn wir Liebe für Allah empfinden, ist der beste Weg, diese Liebe auszudrücken, auf Seine Gebote, Seine Empfehlungen und das Wissen, das Er uns geben möchte, zu hören und danach zu handeln. Danach sollten wir handeln, damit Er zufrieden ist.
Denn wenn man jemanden liebt, möchte man ihn zufriedenstellen. Dasselbe gilt für den Propheten ﷺ. Man liebt ihn und verhält sich so, wie er sich verhalten hat, und dadurch drückt man seine Liebe zu ihm ﷺ aus. Und vieles mehr … wie die Liebe zu seiner ﷺ Familie, die Liebe zu seinen Gefährten, die Liebe zu ihm und allem, was er berührte und womit er in Verbindung stand. Alles, womit er in dieser Welt in Berührung kam, liebst du auch.
Denn alles liebte ihn ﷺ. Sogar die Pflanzen liebten ihn. Die Tiere liebten ihn, die wilden Tiere. Alle liebten ihn. Die gesamte Schöpfung liebt ihn. Das Universum liebt ihn. Deshalb liebst auch du — aus Liebe zu Allah dem Allmächtigen, aus Liebe zum Propheten ﷺ liebst du alles. Sogar die gesamte Schöpfung Allahs des Allmächtigen musst du lieben. Aus Liebe zu Allah.
Du kannst nicht sagen: „Das liebe ich jetzt aber nicht.“ Er hat es erschaffen. Er ist der Schöpfer. Wenn Er etwas erschafft, wer bist du dann, dass du sagst: „Ja, aber das liebe ich nicht.“
Oder: „Ich bin damit nicht einverstanden. Ich stimme nicht zu. Denn wir haben Menschenrechte.“ (Sheikh Hassan hebt spöttisch den Zeigefinger.) „Schau mal nach New York, da gibt es das Haus der Menschenrechte — die Vereinten Nationen.“
Vereint unter wem? Unter Shaytan. (Der Sheikh kichert.) „Sie sind die Vereinten Nationen, und ihr Oberhaupt ist Shaytan.“
Und du liebst Allah, den Allmächtigen, und den Propheten ﷺ; und du bist mit ihnen einverstanden. Du musst einverstanden sein. Wenn es schwerfällt, etwas anzunehmen, weil es schwierig ist, musst du geduldig sein. Allah sagt: „Seid geduldig.“ Und Er sagt: „Ich liebe die Geduld. Und Ich liebe die Geduldigen. Meine Liebe ist mit ihnen.“ (Der Sheikh lacht zufrieden.)
Wie leicht ist es doch, Allahs Liebe zu erlangen. Man muss nur geduldig sein. Wenn du mehr willst, und man sollte immer nach mehr fragen, dann musst du dankbar sein. Ich kenne dieses Level nicht. Sie sagen das. Wir plaudern hier nur ein bisschen beim Kaffee. Aber sie sagen, dass es Menschen gibt, die einen bestimmten Grad an Glauben erreicht haben, in dem sie dankbar sind. Auch für schwierige Dinge — für Krankheit, Kriege, Armut, sehr schwierige Dinge — sind sie dankbar. Auch dafür sind sie dankbar. Weil sie es wissen. Sie haben einen bestimmten Grad an Wissen erreicht. Deshalb sind sie dankbar. Denn sie wissen, dass alles, was schwierig ist — dass die Erlösung davon Frieden, Weite und Offenheit bringt (Sheikh Hassan breitet seine Arme aus.) Und Liebe. Und Leichtigkeit. Alles.
Das ist es, was Allah an so vielen Stellen und bei so vielen Gelegenheiten sagt.
„Fa inna ma’a al-‚usri yusra“
(Koran 94:5)
(Wahrlich, mit der Schwierigkeit kommt die Leichtigkeit.)
Und das müssen wir glauben.
Was war deine Frage?
M. Salim: Du hast sie beantwortet, Sheikh.
Sheikh Hassan: Alhamdulillah. Dann … drückst du deine Liebe aus, indem du Gutes tust — für alle und alles, jederzeit und überall. Für die Menschen.
Es gibt auch eine besondere Liebe für Brüder und Schwestern. Es gibt so viele besondere Lieben. Zwischen Brüdern und Schwestern gibt es eine besondere Liebe. Wenn sie einander um Allahs Willen lieben, ein Bruder den anderen, für Allah, dann wird er am Tag des Gerichts ein Licht haben, so sagen sie, dass selbst die Propheten ihn beneiden werden.
Was ist das für ein Licht?
Sie sagen: „Wir sind Propheten. Was ist das für ein Licht? Wer ist das? Gibt es noch andere Propheten?“
Und dann sagen sie: „Nein, nein! Das sind Brüder und Schwestern von der Ummati Muhammadi. Sie liebten einander für Allah.“ (lacht fröhlich)
Insbesondere zeigt man seine Liebe zu Allah dem Allmächtigen, dem Sheikh oder dem Propheten ﷺ, indem man ihnen Gutes tut. Aus Liebe. Verstehst du?
Shamsuddin: Ist Aufrichtigkeit für diese Liebe notwendig?
Sheikh Hassan: Aufrichtigkeit ist unerlässlich.
Shamsuddin: Kann Liebe ohne Aufrichtigkeit bestehen?
Sheikh Hassan: Liebe ohne Aufrichtigkeit ist eine schwache Liebe — sehr schwach. Sie ist zwar auch eine Art Liebe, aber nicht wirklich … sie kommt und geht, und sie ist keine wahre Liebe. Deshalb ist seine Frage berechtigt, denn wahre Liebe zeugt auch von Aufrichtigkeit.
Wahre Liebe. Wahre, unveränderliche Liebe.
Es erfordert Aufrichtigkeit, richtig. Für diese Dinge braucht man den Sheikh. Denn der Sheikh ist ein Liebender. Er liebt bedingungslos, ohne Vorbehalt. Und er ist aufrichtig. So nimmst du diese Liebe, diese Aufrichtigkeit und alles, was dazugehört, von ihm. Er ist es, der es dir gibt. Du kannst sagen: „Allah gibt. Der Prophet ﷺ gibt.“
Aber der Sheikh ist derjenige, der direkt für dich da ist, um ihn zu fragen. Um Herzensverbindung (Rabita) mit ihm aufzunehmen, Rabitatu Sharifa, und ihm solche Fragen zu stellen …
Und inshallah wird er es annehmen. Er wird die Verbindung herstellen, wenn du danach fragst, und es dann für dich öffnen, inshallah. Und du darfst nicht denken … sie machen immer für dich auf. Es spielt keine Rolle, was du getan hast, was deine Schuld ist oder wie groß deine Sünden sind, und wie sehr du dich von ihm abgewandt hast … Denn du hast dich abgewandt. Also kommst du zurück.
Es ist tatsächlich eine Regel von Shahu Naqshbandi al-Uwaysi al-Bukhari. Wenn du zu deinem Meister zurückkehrst, um die Verbindung wieder herzustellen, ist es verboten anzunehmen, dass die Tür geschlossen ist — dass sie die Tür schließen, weil das, was du getan hast, zu viel ist. Sie sagen, dass es verboten ist (dies anzunehmen). Du musst wissen, dass die Tür immer offen ist.
Das ist eine dieser elementaren Regeln von Shahu Naqshbandi. Du kannst es nachlesen, es steht in dem Buch. [Der Weg der Meister von Sheikh Hisham Kabbani]
Und du darfst niemals denken, dass du irgendwas getan hast. Das ist auch eine der Regeln: Du darfst nicht sagen: „Ich habe das getan.“
Selbst der Prophet ﷺ … als er im Krieg schoss, sagten Sie zu ihm ﷺ: „Du hast nicht geschossen. Wir haben geschossen.“ Das ist sehr wichtig. Es ist eine der wichtigen Regeln in der Naqshbandi Tariqat, dass man niemals über irgendetwas sagen darf: „Ich habe das getan. Ich war es, der das getan hat.“ Nein, niemals.
Shamsuddin: Es ist immer Licht um uns herum.
Scheikh Hassan: Ist Licht um uns herum?
Shamsuddin: Ich glaube schon.
Sheikh Hassan: Ja, sie hat das Licht eingeschaltet. Ja, es ist Licht (er hebt den Kopf zur Decke und blickt sich um).
Um uns herum und in uns. Dafür beten wir. Es gibt ein bekanntes Gebet:
„Gib mir Licht, o Allah,
in mir und über mir,
unter mir, rechts von mir,
links von mir, vor mir und hinter mir.“
Aber das ist etwas anderes. Was soll man sagen? Es ist wichtig. Wenn du das weißt, ist es sehr gut, denn dann bist du dankbar. Aber wenn du es vergisst, herrscht Dunkelheit. Die meisten Menschen sind in Dunkelheit; sie sind in Dunkelheit.
Mögen wir im Licht sein. Ich hoffe, dass wir im Licht sind. Für alle meine Brüder — mögen sie in Erleuchtung, in Süße, in Dankbarkeit und in Glückseligkeit sein, hier und im Jenseits, inshallah.
Nicht in die Falle von Shaytan zu geraten. Nicht in die Falle des Nafs al-Amarra bi-Su zu geraten, nicht in die Falle der Dunya zu geraten. Nicht in die Falle der Begierden — Hawa — zu geraten, sondern mit Allah dem Allmächtigen zu sein, mit dem Propheten ﷺ, mit dem Sheikh und mit den Gläubigen.
Mögen wir mit den Gläubigen sein, inshallah.
