Khutba Eid ul-Fitr 1446 Hirji

Sohbat Sheikh Hassan

30. März 2025, Osmanische Herberge Kall

Ayyuhal Mu’minun!

Oh ihr Brüder und Schwestern! Eid Mubarak! Eid Mubarak ist Zusammenkunft für die Feier des Abschlusses Ramadan. Ramadan ging vorbei wie im Flug, so hat es sich angefühlt, mashallah, und Allah ﷻ hat seine Gaben gegeben, jedem der danach gefragt hat. Möge Allah ﷻ es annehmen und uns schützen, und uns das, was wir erreicht haben, oder was wir bekommen haben, die Geschenke, die wir bekommen haben in unsere Herzen – die Mu’mine, Muslime – zu behalten, aufrecht zu erhalten, und damit zu leben und zu erweitern bis zum nächsten Ramadan inshallah.

Es ist nicht leicht, seinen geistigen Stand und seine Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten angesichts der Lage dieser Welt, die zu 99% verrückt wird, wo nichts mehr ist von Rationalität, von Nachdenken. Da gibt’s kein Nachdenken mehr, man kann nirgendwo jemanden finden, der noch nachdenkt, bei den Politikern, bei den Führern der Länder, die ihre eigenen Länder und andere Länder nur unterdrücken mit schlechten Eigenschaften – mit Gier und mit Machtgelüsten.

Dies sind alles Eigenschaften, die spiegeln uns selbst wider. Jeder Mensch selbst hat solche Eigenschaften – die können nur aus dem Menschen kommen, und sie kommen aus dem Menschen, weil, jeder Mensch hat im Grunde genommen vier Feinde. Wir haben keine äußeren Feinde, keine anderen Länder sind unsere Feinde, kein anderer Mensch ist dein Feind, du bist dein eigener Feind und du hast deine Feinde in dir, die dich abziehen wollen von deinem Glauben. Und diese Feinde sind das Ego – das Nafsul-Ammara Bissu – und Hawa – die Wünsche, die da draus entstehen – und diese Welt, die einen verführt, und Shaytan, der sie alle kombiniert. Shaytan kombiniert die und flüstert uns ein und beschäftigt uns. Und es ist für nichts gut, für gar nichts. Und das Hinterherlaufen der Dunya ist für nichts gut, für nichts. Nicht im Diesseits – im Diesseits wirst du leiden, wenn du diese Einstellung hast, und im Akhira noch mehr. Da gibt’s nur Leid.

Das einzige, was uns zufrieden stellen kann und glücklich machen kann, ist unseren Glauben zu vermehren, unser Wissen zu vermehren, unser Wissen, dass Allah ﷻ mit uns ist. Allah ﷻ ist mit dir – das muss man wissen. Das muss man genau überlegen, und Wissen, und darüber nachdenken und meditieren darüber, dass du nicht hier bist, sitzt, von irgendwoher, durch Zufall: „Irgendwie bin ich geboren worden, von meinem Vater, mein Vater hat mich gezeugt und meine Mutter hat mich geboren und jetzt sitze ich hier.“ – Nein! Allah ﷻ hat dich hierhergebracht und niemand anders sonst. Das muss man sich gut überlegen und wissen, damit man weiß und sein Bewusstsein schärft darüber, über die Gegenwart Allahs subhana wa ta’ala – Der immer mit dir ist, Der immer mit dir ist. Wo du auch bist, wo du auch hingehst, was du auch tust – Er ist mit dir und Er sieht dich.

Und alle schreiben auf, die Engel schreiben auf was du tust. Es ist wie im Computer, da fehlt nichts. Alles wird gesehen am Yawmul-Qiyama – jede kleinste Tat, jede kleinste Regung, jeder kleinste Gedanke, jede kleinste Tat wird registriert und wird gesehen, und dann wird über dich geurteilt. Und wer urteilt über dich? Du selber! Du selber bist dein Hauptrichter, du wirst einsehen, was dein Schicksal ist, danach, nach diesem Leben. Deswegen sollten wir uns bemühen.

Hier kam die Frage auf der Bruderschaft, eine Bruderschaft zu pflegen. Sei nicht nur ein Muslim, der irgendwann mal zum Eid in die Moschee geht, und zum Freitag in die Moschee geht und ansonsten sich um nichts kümmert. Du hast Brüder und Schwestern. Du hast Brüder und Schwestern, die auf dem Weg sind, das ist wertvoll, sehr wertvoll – einen Gefährten haben. Das sind die Gefährten. Die größten, berühmtesten Gefährten sind die Gefährten vom Propheten Mohammed, sallallahu alayhi was-sallam, Ashabi kiram. Warum heißen die Gefährten? Weil, sie waren seine Gefährten, sie haben ihm den Treueschwur geleistet. Habt ihr Treueschwur geleistet? Leistet den Treueschwur! Wir haben ihn geleistet. Unsere Jama’at leistet den Treueschwur für unseren Sheikh, unseren geistigen Wegführer.

Ohne geistigen Wegführer gibt’s keinen Weg, und keine Treue, und keine Sicherheit auf diesem Weg – ohne einen geistigen Wegführer, ohne einen Murshid. Darüber sind sich alle einig. Die ganze Ahlus-Sunnah wal-Jama’at auf der ganzen Welt sind sich einig darüber, dass jeder Muslim einen Murshid braucht. Es reicht nicht, zum Juma zu kommen einmal in der Woche, und dann zu sagen, ‚ich bin auf dem richtigen Weg.‘ Das reicht nicht. Das reicht nicht zur Glückseligkeit. Das reicht nicht zur Erfüllung eures Herzens. Das reicht nicht zur Schönheit, zur Weisheit, zu den göttlichen Ozeanen zu kommen.

Allah ﷻ ist barmherzig. Er sagt selber, subahana wa ta’ala: „Meine Barmherzigkeit ist größer als mein Zorn.“ Alhamdulillah! Alhamdulillah! So schwach wir auch sind, so schwach wir auch sind, so viel Fehler wie wir auch machen, so ist Allah ﷻ barmherzig mit uns und verzeiht uns. Deswegen nutzt diese Zeit, um um Verzeihung zu bitten. Das war der Ramadan und es geht weiter, es ist nicht abgeschlossen, die Verzeihung ist immer offen, die Gewährung der Verzeihung ist immer offen. Und verzeiht euren Brüdern und Schwestern, wenn sie euch was getan haben. Seid nicht im Streit, seid nicht im Streit mit ihnen, und hebt nicht den Streit unter Feuer – die Trennung.

Shaytan versucht uns zu trennen, er ist der Trenner. Er will dich trennen, damit du keinen Gefährten hast auf dem Weg des Glaubens. Deswegen sagt er: „Sei mit den Leuten, sei mit den Party-Leuten, sei mit den Show-Leuten, sei mit denen, die nicht an Allah ﷻ glauben, sei mit denen, die dir die Freiheit schenken, wo du machen kannst, was du willst, tanzen, trinken, Drogen nehmen, alles kannst du machen.“ Shaytan redet dir ein ‚es macht nichts, es geht‘ – und es ist ein Weg in die Unglücklichkeit, in die Abhängigkeit und in die Unglücklichkeit, in die endlose Traurigkeit, in endloses Leid. Und das Gegenteil ist es, mit den Guten zu sein. Sei mit guten Leuten! Sagt euren Kindern, ’seid mit guten Leuten!‘ Lasst sie nicht irgendwo hingehen. Passt auf eure Kinder, ihr habt Verantwortung, ihr habt Verantwortung. Allah ﷻ fragt euch: „Was habt ihr mit euren Kindern gemacht?“ – „Ja ich habe sie dahingehen lassen, in die Disco und überall, alles machen lassen, damit sie froh sind – weil sie haben auch immer genörgelt und gemeckert – habe ich ihnen alles gegeben.“ Dafür werdet ihr verurteilt.

Es gibt den schönen Weg, es gibt den richtigen Weg, es gibt den sauberen Weg, und wir müssen uns danach richten. Und wir haben Verantwortung für unsere Familien. Und die Männer, die der Familie vorstehen, sie werden gefragt. Sie werden gefragt: „Was hast du mit deiner Familie gemacht, mit deinen Kindern, mit deiner Frau? Wie hast du sie behandelt? Wie hast du sie behandelt, wo du doch weißt, dass der beste Muslim, der ist – und der beste Mu’min – der seine Frau am freundlichsten behandelt und seine Familie am freundlichsten behandelt. Hast du deine Familie freundlich behandelt?“ – „Nein, ich habe sie geschlagen. Ich habe sie geschlagen und habe sie unterdrückt, und meine Kinder unterdrückt.“

Es ist ein schlechtes Zeichen und ein schlechtes Ende. Der Prophet ﷺ hat ganz klar gesagt, was wir machen sollen und was wir nicht machen sollen. Warum hört ihr nicht da drauf? Sucht euch jemanden, der euch das sagt. Es reicht nicht in den Büchern zu schauen ab und zu, es ist nicht genug. Ihr braucht jemanden der das Beispiel ist, der euch das vorlebt, wie man mit seiner Familie umgeht, wie man mit den Brüdern und Schwestern umgeht, wie man mit Gerechtigkeit umgeht. Ihr braucht ein Beispiel, ein lebendiges Beispiel. Habt ihr so ein Beispiel? Dann folgt diesem Beispiel – die gibt’s! Allah ﷻ lässt sie uns in dieser Welt. Allah ﷻ lässt uns nicht alleine und sagt: „Ich überlasse euch euerem Schicksal, macht was ihr wollt, ihr seid mit Shaytan und ihr seid damit…“ – Nein! Es gibt meine Freunde, sagt Allah ﷻ, Awlyia kiram, die Freunde Gottes –die gibt es, die muss man suchen und denen muss man folgen – nicht Leuten die Heuchler sind.

Es gibt so Heuchler unter den Muslimen, auf der ganzen Welt, die sagen: „Liebe nicht den Propheten ﷺ zu viel, du darfst nicht Salawat sagen, du darfst nicht dies tun, darfst nicht jenes tun, du machst Shirk, du machst Beigesellung.“ Und Muslime, einfache Muslime, die kein Arabisch können – und die Leute, die sowas sagen, die können Arabisch – die sagen: „Oh! Der kann Arabisch, der weiß mehr als ich.“ Nee! Der weiß nicht mehr als du, der ist ein Shaytan. Das ist ein Shaytan, der dich verführen will. Du bist Bosnier oder irgendwas anderes und dein Herz sagt dir was anderes, dein Herz sagt: „Liebe den Propheten ﷺ mehr und mehr, und liebe die Menschen, und liebe die Brüder und Schwestern, durch die Liebe des Propheten ﷺ.“

Und mach Salawat sharifa, soviel du kannst – immer mehr. Es wird dir zum Guten gereichen. Es wird dir zum Besten gereichen. Es wird dir eine Zufriedenheit geben in diesem Leben und im nächsten Leben – anstatt die Wichtigkeit auf diese Welt zu lenken. Kümmer dich nicht um Politik. Kümmer dich nicht um das, was passiert. Es passiert jetzt der Wahnsinn. Der Wahnsinn kommt auf uns zu. Der Wahnsinn des Egos – des Egos, das sagt ‚ich bin unabhängig.‘ Und die Leute können nicht nachdenken. Wir haben einige kluge Köpfe, die ab und zu was sagen, mashallah, kann man sehen in den Social Media, in den Medien manchmal, die denken noch nach. Und sie sagen uns ganz klar und beweisen, dass unsere Leute, unsere Politiker, nicht nachdenken können. Sie können nicht nachdenken. Nimm nicht an, dass die nachdenken können, irgendwas nachdenken, irgendwas beobachten, irgendwas logisch beurteilen – das können sie nicht. Wir werden regiert von Zombies, von – ich weiß nicht, wie man die nennen soll – von Wahnsinnigen, die keine Ahnung haben, wo es lang geht. Das ist auf der ganzen Welt so, überall. Besonders in unserem Land, mashallah, kann man das beobachten. Alles Fehlentscheidungen, falsche Entscheidungen, alles gegen den Menschen – gegen den Menschen, gegen seinen Frieden, gegen sein Wohlbefinden, gegen alle Vernunft. Da gibt’s kein bisschen Vernunft, nicht 1 Millimeter Vernunft, es wird nur so entschieden.

Und mach dir nichts draus – es ist so! Allah ﷻ will es so. Es geschieht nichts, was Allah ﷻ nicht will. Allah ﷻ will auch das, damit Mahdi alayhi salam kommen kann. Mahdi alayhi salam kommt und wird dies alles, diese Welt umdrehen. Er wird aus Batil Haqq machen, überall, und er wird Haqq etablieren auf der ganzen Welt. Und nur er kann das machen, nur er hat die Erlaubnis, es muss jemand sein, der die Erlaubnis hat von Allah subhana wa ta’ala. Es kann nicht irgendeiner machen, mit irgendwelchen Ideen. Es ist einer, der die Kraft hat, die Kraft von Allah ﷻ subhana wa ta’ala – der wird das machen. Du kannst es nicht machen. Politiker können es nicht machen. Auch die Leute, die was Gutes wollen, können es nicht machen. Shaytan ist überall etabliert, er hat überall seine Macht, überall und du kannst nirgendwo was verändern.

Deswegen kümmer dich um dein Herz, oh Mu’min, sei bei deinem Herz, sei bei Allah ﷻ und wisse, dass Allah ﷻ alles macht, und alles verhindert, was Er nicht will. Was Er nicht will, passiert nicht, was Er will, passiert, und wenn es noch so schrecklich aussieht, es ist so wie es ist, wie Allah ﷻ will. Das musst du wissen, und du musst zufrieden sein, und du musst dein Herz hüten mit deinem Glauben und mit deinem Islam. Komm nicht auf die Idee, nicht zu beten. Bete! Du musst beten. Du musst Allah ﷻ treffen fünfmal am Tag, dich hingeben. Sag nicht: „Ich bete nur einmal, nur zweimal oder nur Juma oder so.“ Das wird dir nicht gereichen, das wird nicht reichen, um diese schlimme Welt und die schlimmen Ereignisse, die jetzt kommen zu überleben.

Möge Allah ﷻ uns schützen, inshallah, unser Herz mit Iman füllen und mit Zuversicht. Bleib bei deinem Herzen, bleib bei Allah ﷻ, da ist immer Zuversicht. Bleib bei dem Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, bei seiner Liebe, steigere seine Liebe und kümmer dich um nichts anderes, inshallah.

Möge Allah ﷻ uns schützen und uns unseren Glauben vermehren, unseren Glauben vermehren, inshallah.

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